Weltklasse-Langläuferin Evi Sachenbacher-Stehle backt für uns Weihnachtsplätzchen. Die sportliche Ernährungswissenschaftlerin erklärt dabei, wie wichtig gesunde Ernährung ist und auf was man alles achten sollte. Diese Küche sieht aus wie eine frischgespurte Loipe nach einem halben Meter Neuschnee. Nahezu unberührt. Majestätisch.

„Ich brauche die Ordnung, da bin ich sehr penibel“, sagt Evi Sachenbacher-Stehle. Heißt: Es handelt sich nicht um ein Ausstellungsstück in einem Möbelhaus. Es ist eine ganz normale Kochgelegenheit. Die tatsächlich auch benutzt wird. Und zwar tagtäglich. Doppel-Olympiasiegerin Evi Sachenbacher-Stehle kocht und backt an jenem Tag, als unser Magazin bei ihr in Fischen zu Gast ist so, wie sie früher ihren Sport ausgeübt hat. Die ehemalige Weltklasse-Langläuferin ist also auch in der Küche eine Perfektionistin. Obwohl sie in ihrer Jugend mit Küche und Co. wenig am Hut hatte. „Die Mama hat gekocht und vor Weihnachten die Plätzchen gebacken“, verrät die zweifache Mutter, „ich hatte damals noch andere Interessen.“

Im Laufe der Karriere als Hochleistungssportlerin ist das Thema Ernährung jedoch immer wichtiger geworden. Viele hätten sich zu ihrer aktiven Zeit gar keine Gedanken ums Essen gemacht, sagt sie. Obwohl sich entsprechend gesunde Nahrungsaufnahme positiv auf Ausdauer und Kraft auswirke. Auch ein Grund, weshalb sie nach dem Sport die Fächer Ernährungswissenschaften und Gesundheitsmanagement studierte, was ihr Privatleben inzwischen maßgeblich beeinflusst.

Eine ausgewogene Ernährung sei unglaublich wichtig für ihre Familie, gerade für die Kinder, weiß die gebürtige Traunsteinerin, die seit langem im Allgäu lebt: „Ein Schnitzel mit Pommes mögen alle Kinder gerne. Aber ihnen Gesundes auf den Tisch zu bringen, was sie dann auch noch ohne zu murren essen, da muss man sich pfiffige Sachen einfallen lassen.“

Im Hause Sachenbacher-Stehle steht deshalb oft Obst und Gemüse auf dem Speiseplan, wenig Fleisch, und wenn, dann ordentliche Qualität aus dem Allgäu. Da trifft es sich gut, dass Ehemann Johannes gerne auf die Jagd im benachbarten Balderschwang geht und das ein oder andere Reh mit nach Fischen bringt.

Die gesamte Geschichte können Sie in der Printausgabe Winter 2020/21 lesen.

Text: Bernd Schmelzer
Fotos: Dominik Berchtold